Alle Inputs von Amadé

Sonate für Viola und Klavier, Amadeus Verlag

Dieses Arrangement aus dem Quartetto für Violine, Viola, Violoncello und Gitarre MS 42 hat Herr Beyer eine anstrengende Violasonate gemacht. Gemäss Partitur der Originalbesetzung sollten dem Klavier hie und da führende Parts von Violine und Cello überlassen werden, damit die Viola – wie im Original – auch mal eine Schnaufpause hat!

Rhythmisch beschwingte Barcarolle
Walter Amadeus Ammann – Théodore Gouvy (1819-1898), in Goffontaine bei Saarbrücken, im Grenzland zwischen Preussen und Frankreich geboren, wirkte in beiden Ländern als Komponist und Dirigent. Er fand in Deutschland besonders durch seine symphonischen, in Frankreich durch seine kammermusikalischen Werke Anerkennung. Die Sérénade vénitienne für Viola und Klavier, 1875 dem belgischen Violisten Lous van Waefelghem gewidmet, ist ein angenehm, aber rhythmisch anspruchsvoll zu spielendes Vierminutenstück in e moll, endend in strahlendem und sanft ausatmendem E Dur. Über harmonisch reich wechselnden Sechzehntelwellen des Klaviers seufzt die Bratsche. Mit nachschlagend oder auftaktig einschwingenden Zweiunddreissigsteln singt sie in grossen Bögen, die dynamisch und agogisch sorgfältig ausdifferenziert sind. Der Tonraum bleibt im Bereich der unteren drei Saiten und ist am besten in der halben bis dritten Lage darzustellen. Die Ponticello Edition verdient grosses Lob, dass sie diese vergessene Perle zugänglich gemacht hat.