Michael Glinka(1804–1857)

1804-06-0101.06.1804 in Gouvernement Smolensk, Russland
1857-02-1515.02.1857 in Berlin, Deutschland
maleKomponistRU
Michail Glinka 1804-1857) gilt allgemein als Begründer einer nationalrussischen Musikkultur, was vor allem sein Opernschaffen zum Ausdruck brachte. Sein einziges Klaviertrio, das Trio pathétique in d-moll aus den Jahren 1826/27 mit der aparten Bläserbesetzung Klarinette und Fagott anstatt des üblichen Streicherpaares Violine und Violoncello ist in Anbetracht der zunächst eher zögerlich einsetzenden Schaffenskraft des Meisters zu seinen frühen Werken zu zählen und entbehrt trotz kühner Modulation und anderer individueller Besonderheiten noch der typisch russischen Melodik. Trotz mancher «Grosszügigkeit» in formaler Hinsicht - der Schlusssatz ist z.B. recht kurz geraten - besticht das Klaviertrio durch Spannungsreichtum und einer gewissen «romantischen» Dramatik, was dem gekonnten Einsatz sowohl der Blasinstrumente - vor allem der Klarinette - als auch des (z.T. virtuos behandelten) Klaviers zu verdanken ist.
Durch die Übertragung der Fagott-Stimme für Viola wird die Besetzung des Kegelstatt-Trios von Mozart mit ihrem delikaten Zusammenklang von Klarinette und Bratsche ermöglicht. Die zusätzlich beigelegte Violin-Stimme (anstatt Klarinette) erweitert die Besetzungsmöglichkeiten, u.a. auch zum Klaviertrio in Normalbesetzung, da die originale Fagott-Stimme problemlos vom Violoncello zu spielen ist.

Konrad Ewald

Es ist merkwürdig, dass die Sonate von Michael Glinka kaum bekannt ist, obwohl er selbst als (Opern-)Komponist nie vergessen war. Der 1. Satz hebt mit einem einprägsamen Thema in d-moll an. Der weitere Verlauf
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Werke

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