1709-11-22Benátky nad Jizerou, Tschechien1786-03-07Potsdam, Deutschlandmale

Konzert C-dur, LeeB 2.11, für Bratsche, Streicher und Basso continuo

nach dem Konzert für Flöte, Streicher und Basso continuo G-Dur, LeeB 2.11
Besetzung
Bratsche, Streicher, Basso continuo
Klassifikation
Bearbeitung
Verzeichnis, Nr.
LeeB 2.11
Tonart
C-dur
Informationen
Bei dieser Fassung für Bratsche, Streicher und Basso continuo in C-Dur handelt es sich um eine zeitgenössische Bearbeitung eines wohl ursprünglich für Violine oder Flöte entstandenen Solo-Konzerts in G-Dur von Franz Benda. Die Stimmenabschrift ist in einem österreichischen Benediktinerstift überliefert, wo sie vermutlich auch vor 1787 entstanden ist.
Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass es sich vor allem hinsichtlich der Solo-Stimme keineswegs um eine wortgetreue Quinttransposition handelt, sondern dass die Figuration in den Solo-Episoden der Bratsche, insbesondere im ersten Satz, teilweise den neuen spieltechnischen Gegebenheiten angepasst wurde. Darüber hinaus existiert dort auch eine Beilage mit alternativen Verzierungen (sogenannten Kolorierungen) bzw. Varianten für einzelne Abschnitte der Solo-Episoden sowie ausnotierte Kadenzen - jeweils für den ersten und zweiten Satz des Konzerts -, die zusammen mit den Aufführungsstimmen aufbewahrt wird.
Diese Bearbeitung fernab von Berlin und Potsdam zu lokalisieren - noch dazu mit separaten Verzierungen und Kadenzen, die einer süddeutsch-österreichischen Aufführungstradition entspringen -, ist für das Bratschenrepertoire des 18. Jahrhunderts einzigartig.
Gattungen
Konzert
Verlage
Manuskript
Mediathek