Mailand, ItalienMailand, Italienmale

2 Sonaten (Es/F), für Bratsche und Basso continuo

Besetzung
Bratsche, Basso continuo
Klassifikation
Originalwerk
Tonart
Es-dur, F-dur
Gattungen
Sonate, Duo
Verlage
Ortus (Hg. Phillip Schmidt), 2017
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Inputs

PhSch : 
  
Einem besonderen Umstand ist es zu verdanken, dass diese beiden nun erstmals bei ortus erschienenen Sonaten in Es- und F-Dur für Viola und B.c. von Antoniotto in der Library of Congress in Washington aufgespürt werden konnten. Obwohl sie Franz Zeyringer bereits 1985 in seinem Viola-Literaturverzeichnis aufführte – allerdings jeweils mit dem Hinweis «Verl.[ag] n.[icht] erm.[ittelt]» (siehe Franz Zeyringer, Literatur für Viola, Hartberg 1985, S. 135) – blieb ihre Existenz bis heute unbekannt.
Über die internationale Musikquellen-Datenbank RISM online ließen sich die Quellen in Washington ermitteln:
https://opac.rism.info/search?id=000118096
https://opac.rism.info/search?id=000118097
Beide Handschriften sind dort als (Kopisten)abschriften klassifiziert (Stand: Juli 2017). In Wirklichkeit handelt es sich aber um Kompositionsautographe. Die Es-Dur-Sonate ist sogar datiert auf das Jahr 1753. Damit dürfte es sich um die früheste Sonate für Bratsche und B.c. handeln, die als Kompositionsautograph überliefert ist. Die F-Dur-Sonate könnte ebenfalls in den 1750er Jahren entstanden sein.
Die Sonate in Es-Dur von Antoniotto ist auf einer Aufnahme der Bratschistin Pauline Sachse mit spätbarocken Sonaten für Bratsche und Tasteninstrument, die Mitte Oktober 2017 bei dem Label CAvi erschien, eingespielt: https://www.highresaudio.com/de/album/view/jsn66x/pauline-sachse-andreas-hecker-viola-galante